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Wir lesen total viel – nur keine Bücher

Der für viele bestimmt traurige Fakt, dass diese Generation kaum noch Bücher liest, ist bekannt. Ich sage NICHT, dass kein Jugendlicher mehr Bücher liest, denn es gibt schon noch einige – aber die deutliche Mehrzahl liest halt keine mehr.
Außer, es muss ein Buch für die Schule gelesen werden. Aber auch das lässt sich mit Zusammenfassungen vermeiden.

Statt Büchern lesen wir aber andere Dinge und von denen möchte ich jetzt erzählen.
Die Stanies (früher sagte man Standards)
- WhatsApp
Tut mir leid, aber das musste ich einfach aufzählen: Wir lesen über die Kommunikations-App so viele Nachrichten, dass das schon fast viel so ist, wie ein halber "Harry Potter"-Roman pro Tag! Es wird zwar behauptet (vor allem von meiner Mutter), dass "den ganzen Tag auf so einen kleinen Bildschirm zu glotzen" nicht gut für die Augen sei, aber man kann auch alles schlechtreden ...
- Kitschige Instagram-Zitate
Das kann man ziemlich gut mit Schullektüre vergleichen, denn beides liest man unfreiwillig und man hat auf einmal einen unglaublichen Hass auf die Person, die das geschrieben hat.
Und falls jetzt einige denken "Was ist dieses Instagram?!", dann seid froh! (Auch wenn ich die App liebe ...)
- Schullektüre
Das Problem an Büchern, die einen die Schule zu lesen zwingt, ist, dass sie einem das Lesen eher vergraulen, als es einem wieder näher zu bringen. Wie es wohl ursprünglich die Absicht war. Ab und zu sind zwar ganz gute Bücher dabei, aber eine Lektüre, bei der man alle Sätze einzeln analysieren muss, kann man nun mal irgendwann nicht mehr sehen.

Was ich so lese, außer dem oben genanntem Pflichtkram
- Online-Artikel
Wenn ich mal, weil ich ganz klar nichts Besseres zu tun habe, durch Facebook scrolle und einen "Vice"-Artikel (oft natürlich auch stern-Artikel ...) sehe, kann ich meistens nicht widerstehen, mir die maximal zehn Minuten Zeit zu nehmen und mir zum Beispiel durchzulesen, warum es toll ist, mit einer Porno-Darstellerin zusammen zu sein.
- Zeitschriften
Ungefähr alle zwei bis drei Jahre lese ich eine neue Art von "Zeitschriften". Als ich acht war, habe ich mir jede Woche die neue "Micky Maus" von meiner Mum gewünscht, ein LTB-Abo hatte ich sowieso. Mit zehn habe ich meistens "Geolino" gelesen, zum zwölften Geburtstag oder so habe ich ein Abo von "Mad" bekommen, die so gut wie alles und jeden mit skurrilen Zeichnungen und schwarzem Humor verarschen.
Inzwischen liegen bei mir nur noch Hefte von der Musikzeitschrift "Juice" und von "Geo Epoche" im Zimmer rum. "Geo Epoche" aber nur aus schulischen Gründen und zugegeben gucke ich da nicht mal am Tag vor der Geschichtsarbeit rein. Warum liegt die überhaupt hier? Ach ja: Mama ...
Die "Juice" ist jedenfalls zur jetzigen Zeit die einzige Zeitschrift, bei der ich versuche, keine Ausgabe zu verpassen – und die Artikel darin sind lang und lehrreich! Oder zumindest interessant.

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